Pflanzen für die Atemwege

    Thymian_1Welche Pflanzen und Pflanzeninhaltsstoffe werden bei Atemwegserkrankungen verabreicht? Auch wenn Sie durch gesunde Lebensweise, Vitamine und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft Ihre Abwehrkräfte stärken, wird man hin und wieder in der kalten Jahreszeit von Erkältungskrankheiten heimgesucht. Infektionen der oberen Atemwege, die mit Hustenreiz und/oder Verschleimung der Bronchien einhergehen, gehören zu den häufigsten Erkrankungen. Zur Behandlung von Husten und Erkältungskrankheiten hat die Natur zahlreiche Heilkräuter wachsen lassen. Die Auswahl der Antitussiva (Hustenmittel) richtet sich vor allem nach der Art des Hustens. Es macht einen Unterschied, ob es sich um trockenen Reizhusten oder um festsitzenden, zähen Schleim handelt. Der Einsatz pflanzlicher Arzneimittel bei der Behandlung der verschiedenen Formen des Hustens ist altbewährt, wissenschaftlich gut erforscht und in den meisten Fällen ausreichend wirksam. Die wichtigsten, bei Atemwegserkrankungen verwendeteten, Pflanzen sind: ANIS: Wegen der krampflösenden, sekretolytischen und sekretomotorischen Wirkung des ätherischen Öls wird Anis bei Atemwegserkrankungen und Katarrhen der Luftwege verabreicht. Zusätzlich ist auch seine antibakterielle Wirkung von Nutzen. EFEU: Aufgrund der enthaltenen Saponine eignet er sich bei Keuchhusten, spastischer Bronchitis und chronischen Katarrhen. EIBISCH: Die enthaltenen Schleimstoffe wirken reizlindernd. Eibisch wird bei trockenem Reizhusten sowie bei entzündlichen Katarrhen im Mund- und Rachenbereich verwendet. PFEFFERMINZE: Bei Erkältungskrankheiten wird häufig der Hauptinhaltsstoff des ätherischen Öls, das Menthol, eingesetzt. Menthol entfaltet eine befreiende Wirkung auf die Atmung und wird meist in Form von Inhalationstropfen, in Erkältungsbädern oder auch in Einreibungen verabreicht. SPITZWEGERICH: Folium Plantaginis (Spitzwegerichblatt) wird zu Extrakten und Sirupen weiterverarbeitet. Den enthaltenen Schleimen wird eine reizlindernde Wirkung bei Katarrhen der oberen Luftwege zugeschrieben. THYMIAN: Das enthaltene ätherische Thymianöl wird innerlich als Expektorans und Bronchospasmolytikum bei Bronchitis und Katarrhen der oberen Luftwege verwendet. Es steigert die Sekretion und erhöht die Transportfunktion der Wimperhärchen auf der Schleimhaut in den Bronchien. Dabei wird auch der antibakterielle und antiseptische Effekt des Thymols (Hauptinhaltstoffes des Öles), der an den entzündeten Bronchialschleimhäuten zum Tragen kommt, ausgenützt. Diese antibakterielle Wirkung erschwert die Vermehrung von Bakterien. Thymian reinigt die Bronchien und lindert das krampfartige Zusammenziehen der Muskeln, welche die Bronchien umhüllen.