Salbei

    SalbeiDer Echte Salbei (Salvia officinalis L.), eine immergrüne Gewürz- und Heilpflanze, gehört zu den Lippenblütengewächsen (Lamiaceae). Der Name leitet sich vom lateinischen Wort „salvare“ (heilen) ab und deutet auf dessen Heilkraft, die schon im Altertum bekannt war, hin. Die gebräuchlichsten Synonymbezeichnungen sind Edelsalbei, Königssalbei sowie Gartensalbe. Salbei riecht aromatisch, schmeckt würzig bitter und eignet sich als Gewürz vor allem für Wild, Geflügel, Fisch- und Pastagerichte. Er ist im Mittelmeergebiet beheimatet. Die Importe stammen meist aus südosteuropäischen Ländern.

    Arzneipflanze des Jahres 2015

    Pharmazeutisch genutzt werden die Blätter (Folia Salviae), die im Europäischen Arzneibuch beschrieben sind. Die wichtigsten Inhaltsstoffe im Salbei sind das ätherische Öl sowie Gerbstoffe. Daneben findet man auch Flavonoide, Bitterstoffe, aber auch antioxidativ wirkende Komponenten, wie Phenolglykoside. Medizinische Bedeutung hat der Salbei aufgrund seiner schweißhemmenden Eigenschaften sowie wegen seiner entzündungshemmenden, antibakteriellen und adstringierenden (zusammenziehenden) Wirkung. So wird er innerlich zur Vorbeugung von vermehrter Schweißbildung und zur Unterstützung der Magenfunktion bei Verdauungsbeschwerden mit leichten Krämpfen, Völlegefühl und Blähungen angewendet. Äußerlich wird Gurgeln mit Salbeitee sowie Bepinseln mit Salbeitinkturen bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, wie Halsschmerzen und Zahnfleischproblemen empfohlen. Eine volksmedizinische Anwendung stellt die milchsekretionshemmende Wirkung, die das Abstillen erleichtern soll, dar. Salbeiblätter wirken stark antioxidativ, sie verhindern die Peroxidbildung von Lipiden. Daher werden sie in der Lebensmittelindustrie zur Verzögerung des Ranzigwerdens genutzt.